Er sitzt im selben Zug wie ich. Aber ich spreche ihn nicht an. Verboten die Gefühle die in mir kochen. Verboten meine Gedanken, die mich Nacht für Nacht an meine moralischen Grenzen zwingen. Auslöschen. Geht. Nicht.
Ich sehe schöne Menschen. Wunderschöne Menschen, die einen Eindruck auf meiner weichen Seele hinterlassen. Vereinigung oder Muse.
Wer mag schon rund? Eckig, spitz, schrill, laut, phantasievoll, mystisch, verwegen, tief und unbedacht, leicht und frei – so sollte es sein. Mein Leben.
Packt mich die Angst aus zu viel System und zu wenig Platz für mich heraus?
Die Angst foltert mich. Wann werde ich sterben?
Ist das Meistern der Veränderung das was meine Angst besiegen wird? Nährt Stillstand, Gleichtönigkeit, auf der Stelle traben mein inneres Gefängnis? Wie breche ich aus? Was muss ich dafür zurücklassen?
Ich schreie in die Welt hinein und hoffe auf ein inhaltsverändertes Echo.
Das ist nicht die Lösung. Er ist nicht die Lösung. Es gibt keine Lösung.
Wer sucht schon Vollendung in einer unvollendeten Welt, als unvollendetes Wesen.
Auf der Suche nach Kurven, Höhen und Tiefen reiten wir den Schlittenhang unseres Lebens herab. Die einzige Gewissheit – irgendwann kommen wir irgendwo zum letzten Stillstand. ZEIT. Ein Vermögen. Doch welche Qualitäten gilt es noch anzustreben oder ist Streben an sich die Krankheit unserer Generation. Die gleichen Fragen, quälen mich Jahr zu Jahr… Ein Nebel, der sich im Gefühlsrausch lichtet, in der Begegnung mir Geborgenheit und Freude schenkt und sich in gleichtrottigen Nächten, die entscheidungsträchtig tropfen, beklemmend wieder um mich schließt.
Die gleichen Fragen, Jahr für Jahr.
Strudel des Lebens. Der mich auffordert selbstbestimmt meinen Weg zu suchen.
Ohne Regeln ohne Sinn.
Oder bin ich blind?
Zu einfach meine Gedanken, zu komplex die transzendentale Realität.
Ich schließe die Augen. Die Nacht ist wieder einmal angebrochen.
Ich alleine mit mir, was ein Spaß!
Nun gut lieber leere Raum. Beginnen wir mit dir zu ringen. Mal sehen wer gewinnt.